1. Die Anatomie eines Dreiklangs
Ein einfacher Akkord besteht aus drei Tönen, die in Terzen übereinandergeschichtet werden. Er besteht immer aus:
- Grundton (Root): Namensgeber des Akkords.
- Terz (Third): Bestimmt das „Geschlecht“ (Dur oder Moll).
- Quinte (Fifth): Gibt dem Akkord Stabilität.
2. Dur-Akkorde (Major Chords)
Ein Dur-Akkord klingt in unseren Ohren meist „hell“, „fröhlich“ oder „stabil“.
- Struktur: Grundton + große Terz + kleine Terz.
- Abstände in Halbtönen:
- Grundton → Terz: 4 Halbtöne
- Terz → Quinte: 3 Halbtöne
- Formel: $4 + 3$
- Beispiel C-Dur: C (Grundton), E (große Terz), G (Quinte).
3. Moll-Akkorde (Minor Chords)
Moll-Akkorde wirken oft „melancholisch“, „dunkel“ oder „ernst“.
- Struktur: Grundton + kleine Terz + große Terz.
- Abstände in Halbtönen:
- Grundton → Terz: 3 Halbtöne
- Terz → Quinte: 4 Halbtöne
- Formel: $3 + 4$
- Beispiel c-Moll: C (Grundton), Es (kleine Terz), G (Quinte).
4. Der direkte Vergleich: Was ist der Unterschied?
Der einzige entscheidende Unterschied zwischen Dur und Moll ist die Terz. Die Quinte bleibt in beiden Fällen gleich (eine „reine Quinte“ mit 7 Halbtönen Abstand zum Grundton).
| Merkmal | Dur (Major) | Moll (Minor) |
| Klangcharakter | Hell, optimistisch | Dunkel, traurig |
| Intervall unten | Große Terz (4 Halbtöne) | Kleine Terz (3 Halbtöne) |
| Intervall oben | Kleine Terz (3 Halbtöne) | Große Terz (4 Halbtöne) |
| Notation | C, G, F (Großbuchstaben) | Cm, Gm, Fm (mit kleinem ‚m‘) |
1. Die Dur-Tonleiter (Major Scale)
Sie klingt für uns natürlich, stabil und oft fröhlich. Die bekannteste ist C-Dur (nur weiße Tasten).
- Struktur: G – G – H – G – G – G – H
- Charakteristik: Die Halbtonschritte liegen zwischen der 3./4. und der 7./8. Stufe.
- Gefühl: Ein starker Drang von der 7. Stufe (Leitton) zurück zum Grundton.
2. Die Moll-Tonleiter (Natural Minor Scale)
Es gibt verschiedene Moll-Arten, aber die Basis ist „Natürlich Moll“. Sie wirkt dunkler oder nachdenklicher.
- Struktur: G – H – G – G – H – G – G
- Charakteristik: Die Halbtonschritte liegen zwischen der 2./3. und der 5./6. Stufe.
- Beispiel a-Moll: A – B – C – D – E – F – G – A (ebenfalls nur weiße Tasten, aber mit anderem Startpunkt).
3. Der direkte Vergleich der Intervalle
Um den Unterschied auf deiner Website visuell klar zu machen, hilft ein Vergleich der Stufen im Verhältnis zum Grundton:
| Stufe | Dur-Intervall | Moll-Intervall | Unterschied |
| 1. | Prime (Grundton) | Prime (Grundton) | – |
| 2. | Große Sekunde | Große Sekunde | – |
| 3. | Große Terz | Kleine Terz | Moll ist tiefer |
| 4. | Reine Quarte | Reine Quarte | – |
| 5. | Reine Quinte | Reine Quinte | – |
| 6. | Große Sexte | Kleine Sexte | Moll ist tiefer |
| 7. | Große Septime | Kleine Septime | Moll ist tiefer |
4. Die „parallele“ Beziehung
Das ist ein wichtiges Konzept: Jede Dur-Tonleiter hat eine „verwandte“ Moll-Tonleiter, die die gleichen Vorzeichen nutzt. Die entsteht durch die Verschiebung von Halbtonschritten.
- Gehe vom Dur-Grundton 3 Halbtöne (eine kleine Terz) nach unten, um die parallele Moll-Tonart zu finden.
- Beispiel: C-Dur → a-Moll | G-Dur → e-Moll.
